Das Gospelprojekt als einziges NAK-Ensemble auf dem DEKT
Um Punkt 9.30 setzte sich die Kolonne, bestehend aus Mitwirkenden des Gospelprojektes von der Jugendherberge Bad Lausick aus, in Bewegung gen Osten. Der DEKT in Dresden war das Ziel der mit orangenen Bändchen gekennzeichneten Autos.
Knapp zwei Stunden später fand man sich am gemeinsamen Treffpunkt vor dem späteren Konzertort, der Christuskirche in Dresden Strehlen, ein. Während der Bekanntgabe einiger kurzen Anweisungen zum weiteren Ablauf, löste die doch noch pünktliche Ankunft der neu gedruckten T-Shirts Jubel aus.
An die Verteilaktion schlossen sich zunächst einmal 4 Stunden Zeit zur freien Gestaltung an. Mit der Straßenbahn ging es in die Stadtmitte und von da an auf zu ganz individuellen Unternehmungen.
Der evangelische Kirchentag bot für jeden etwas: seien es Diskussionen, der Besuch von Ausstellungen, unzählige musikalische Beiträge oder aber auch eine schlichte Sightseeing-Tour durch die sächsische Landeshauptstadt. Viele zog es dabei zur Elbe, um in der Hitze des Tages zumindest den Füßen etwas Abkühlung zu gönnen.
Kurz vor halb vier schließlich waren alle in frisches Orange umgezogen und mit deutlicher Vorfreude zurück in Strehlen. Das Einsingen erfolgte auf der rückwärtigen Treppe der Christuskirche, da eine Probe in den Räumlichkeiten, aufgrund des Auftrittes eines anderen Gospelchores leider nicht möglich war.
Im Gebet mit unserem Bischof Wittich baten wir noch einmal um gutes Gelingen. Bischof Wittich begleitete Apostel Wosnitzka, der sich zur Überraschung aller zu moralischen Unterstützungszwecken von anderen Verpflichtungen frei machen konnte. Nun musste es schnell gehen. Nur wenige Minuten blieben für einen Soundcheck, dann ging es auch schon los.
Während des gesamten Konzertes betraten Zuschauer die Kirche, was ein wahrhaftes „Sisteract“-Gefühl aufkommen ließ, besonders spürbar bei der Zugabe von „O happy day“.
Die Akustik der Kirche, bedingt durch den großen Kuppelbau war beeindruckend, bei drei Sekunden Nachhall kamen die ruhigen Lieder besonders wirkungsvoll zur Geltung.
Trotz beengter Platzverhältnisse war genug Raum für sichtbare Freude und kontrollierte Bewegung.
Die Premiere des Händelschen „Halleluja“ in einer zum Gospelprojekt passenden Version wurde vom Publikum begeistert aufgenommen und sorgte, wie auch das mitreißende „Glory to god“, für fantastische Stimmung in der Christuskirche. Viel zu schnell war alles vorüber, was so lange vorbereitet worden ist.
Bald nach Konzertende machte sich ein Großteil auf ins Rudolf-Harbig-Stadion zur Gospelnight des EKT, während es andere noch einmal in den Bann des sommerlichen Dresdens zog.
Auf dem hinteren Drittel des Spielfeldes vom Dynamoverein aber fand sich eine stattliche, gut gelaunte und zufriedene Gruppe orangegekleideter junger Menschen ein, die zusammen feierten, tanzten, lachten und den Abend sichtlich genossen.
Der Nachhauseweg wurde schließlich individuell angetreten. So trudelten alle nach einem gelungenen Tag mehr oder weniger zeitnah ein…
Anna Bley










