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Gott – meine Zuflucht  - jugend-mittendrin.de

Gott – meine Zuflucht

(22.12.2011)

Eine weitere Meinung: Wer ist eigentlich Gott? Für dich?

Gott ist meine Zuflucht – doch wohin flüchte ich und vor was flüchte ich? Gott ist mein Retter, wenn ich in Not bin, wenn ich Lebensfragen habe. Er ist meine Anlaufstelle, wenn ich Angst habe, Hilfe brauche, oder einfach Danke sagen möchte, für Wunderbares. Er ist mein Grund für Gutes und Schönes. Er ist mein Anker, wenn Schlechtes mich betrifft. Gott ist derjenige, zu dem ich täglich bete: danke und bitte für jeden neuen Augenblick.

Warum?

Sicherlich, weil ich seit meiner Geburt mit ihm konfrontiert wurde. Ich spreche ihn mit "lieben Vater" an, obwohl ich gar nicht davon ausgehe, dass er wirklich personifiziert werden kann.

Als Kind malte ich mir oft aus, dass Gott und Teufel das Gesellschaftsspiel "Spiel des Lebens" spielen würden; die Menschheit wäre das Spielbrett und Ziel des Spiels wäre die Hochzeit im Himmel, die Teilhabe an der Ersten Auferstehung oder das Ewige Leben.

Ist es aber nicht vielleicht schon Ziel, glücklich und zufrieden im Jetzt und Hier zu sein bzw. am Ende seines Lebens zurückzublicken und sagen zu dürfen, dass es gut war. Auch ist es fraglich, ob Gott und Teufel wirklich die Spielpartner sind, die das Spiel des Lebens spielen. Und wer ist eigentlich der Teufel? Soviele Fragen und keiner hat die endgültige Antwort. Doch irgendwann werden wir nichts mehr fragen...

Doch zurück zur Frage nach Gott, denn im Irgendwann sind wir noch nicht angekommen:  Gott ist für mich eine positive Kraft, die mein ganzes Leben durchziehen soll, ganz so wie es im ersten Johannisbrief steht und wie es so mancher Liederdichter wunderbar beschreibt: Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm. 1.Joh 4,16

Natürlich habe ich über die Existenz Gottes nachgedacht und mich gefragt, was das alles soll und was es mir eigentlich bringt. Und meine Quint-Essenz ist, dass ich mir ein Leben ohne Gott nicht vorstellen kann und dass es mir ohne ihn besser gehen würde. Ja, vielleicht richtig, weil ich kein Leben ohne Gott kenne, aber umso dankbarer bin ich, dass ich es kennenlernen durfte und in diesem leben darf. Warum sollte ich also diese Kontinuität, Tradition, aber auch Zukunft wegdenken.    


arw