Wikipedia zum 60. Jahrestag der "Botschaft"
Weihnachten 2011 ist der 60. Jahrestag der so genannten »Botschaft« des damaligen Stammapostels Bischoff.
Das neuapostolische Nachrichtenportal "UF-Online" berichtete in seiner Meldung vom 16.12.2011, dass voraussichtlich am ersten Weihnachtsfeiertag dem früheren Stammapostel Johann Gottfried Bischoff eine prominente Platzierung auf der Startseite der deutschen Wikipedia zuteil wird.
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Weihnachten 2011 ist der 60. Jahrestag der so genannten »Botschaft« des damaligen Stammapostels Bischoff. Er leitete die Neuapostolische Kirche von 1930 bis 1960.
Stammapostel Bischoff sagte in einen seiner Gottesdienste im Dezember 1951: "Ich bin persönlich überzeugt, dass die Zubereitung des königlichen Priestertums in der Zeit erfolgt, in der ich noch vorhanden bin, und dass die Reichsgottesgeschichte im Weinberg des Herrn mit mir ihr Ende erreicht … Der Herr wird zu meiner Zeit kommen."
Diese Worte gingen unter dem Begriff »Botschaft« in die Geschichte der neuapostolischen Kirche ein. 60 Jahre nach dieser Aussage greift ein Artikel im freien Online-Lexikon "Wikipedia" diese Geschehen wieder auf. Das Thema Bischoff-Botschaft ist in den vergangenen Jahren immer relevanter geworden, erklärt Sebastian Müller-Bahr, stellvertretender Vorsitzender des Netzwerkes Apostolische Geschichte. Der Hobbyhistoriker findet, es sei der richtige Zeitpunkt, um die Thematik »Botschaft« aufzuarbeiten. Sie sollte nicht totgeschwiegen werden, sondern wir sollten zur Geschichte stehen. Man könne die Zukunft nur gestalten, wenn man aus den alten Fehlern gelernt habe.
An die »Botschaft« wird die Kirche wohl immer erinnert werden, mutmaßt der NAK-Pressesprecher, Bischof Peter Johanning. Er versteht, dass ältere Geschwister immer noch sensibel auf die Thematisierung reagierten. Das müssen wir respektieren und ihnen immer wieder für Gespräche zur Verfügung stehen. Jüngere Glaubensgeschwister zeigen hingegen kaum Interesse an den Vorgängen jener Tage.
Stammapostel Leber äußerte vor einigen Jahren zum Thema »Botschaft«: "Die Angelegenheit bleibt eine Sache des Glaubens." Jeder muss für sich selbst entscheiden, was er für eine Haltung zur damaligen Aussage von Stammapostel Bischoff hat. Ob man es nun als Fehler des Stammapostels sieht oder vielleicht eher als große Prüfung von Gott, "Wie jeder einzelne im Glauben steht?" Sicherlich ist das Wort eines Stammapostels für alle Gotteskinder der Neuapostolischen Kirche sehr wichtig und ausschlaggebend für ihren Glaubens- und Lebenswandel. Aber auch das Kirchenoberhaupt ist ein Mensch und kann Fehler machen wie alle anderen.
Heute wie damals wurde viel über diese Aussage des Stammapostels Bischoff diskutiert und beurteilt, eigentlich ohne Grund denn schon in der Bibel steht: "Wer ohne Fehler ist, der werfe den ersten Stein." Wir sollten anstatt darüber zu urteilen, was Stammapostel Bischoff gesagt hat, viel mehr darum beten, dass solche Mißverständnisse nicht mehr passieren und der Stammapostel uns Christen immer im rechten Glauben und gutem Gewissen zu Gott führen und leiten wird. Und wir gemeinsam das Glaubensziel erreichen können, egal ob das heute, morgen oder erst in vielen Jahren sein wir. Das allein bestimmt der Herr.
Quelle und weitere Informationen zur »Botschaft« beim Bischoff-Verlag und auf www.nak.org .
