Gemeinden zukunftsfest machen
Planung eines Gemeindezentrums in Hannover-Süd.
Da, wie fast überall, die Zahl der Gemeindemitglieder rückläufig ist und die einzelnen Gemeindestandorte auf langfristige Sicht zu hohe Unterhaltskosten im Gegensatz zu den weniger werdenden Mitgliedern mit sich bringen, hat nun die Planung eines Gemeindezentrums für alle Gemeinden zusammen, begonnen. Nak-mitteldeutschland berichtet, dass die Voraussetzung für die richtige Wahl des Standortes unter anderem war, dass es für alle Gemeindemitglieder bequem mit öffentlichen Verkehrsmitteln und auch gut mit dem PKW erreichbar sein soll. Das Grundstück wurde außerdem unter dem Aspekt der flexiblen Nutzung und der Möglichkeit einer angemessenen Repräsentation ausgewählt.
Der Standort Hannover-Wülfel (Südstadt) hat dafür die richtigen Voraussetzungen. Die Stadtverwaltung hat für dieses Grundstück noch weitere Nutzungsmöglichkeiten vorgesehen, daher entschied sich die Kirchenleitung den Bau von barrierefreien Wohnungen am Gemeindezentrum zu prüfen, da auch immer mehr ältere Geschwister den Wunsch äußern einen kurzen Weg zur Kirche zu haben und in Hannover immer mehr altersgerechte Wohnungen benötigt werden.
Natürlich bedeutet das für die Gemeindemitglieder der vier noch bestehenden Gemeinden große Veränderungen. Die Vorschläge zur Umstrukturierung wurden mehrheitlich von den Geschwistern bisher positiv aufgenommen.
Um die Betriebs und Unterhaltskosten so niedrig wie möglich zu halten, wurde über verschiedene Nutzungsmöglichkeiten der Nebenräume nachgedacht. Unter anderem gab es Gespräche mit der Musikschule in Hannover, die Räumlichkeiten in Hannover-Wülfel sucht und großes Interesse zeigte. Auch über eine Ganztagesbetreuung für Kinder im Gemeindezentrum wurde gesprochen.
Nachdem alle Vorüberlegungen und Ergebnisse zusammen gefasst waren, entstanden Unterlagen für einen Architekten-Wettbewerb. Am 24. Januar 2012 fand in der Verwaltung der NAK in Hannover ein Kolloquium statt, in denen das Preisgericht mit den teilnehmenden Architekturbüros zusammen traf und zu den Ausschreibungsunterlagen bestehende Fragen beantwortete. Bis Ende April können die Architekten ihre Wettbewerbsarbeiten nun abgeben. Ab Mai wird dann entschieden, welcher Entwurf Verwendung findet. Danach folgt das Verfahren zur Änderung des Bebauungsplanes. Dieses dauert ca. 1 Jahr. Parallel dazu erfolgt die Ausführungsplanung. Baubeginn könnte etwa August oder September 2013 und Fertigstellung Ende 2014 sein.
Quelle/Bilder: Nak-Mitteldeutschland.de
