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Wort zum Monat: "Unser tägliches Brot gib uns heute"  - jugend-mittendrin.de

Wort zum Monat: "Unser tägliches Brot gib uns heute"

(07.03.2011)

Das aktuelle Wort zum Monat handelt vom Brot. Auf dem nebenstehenden Bild ist Brot zu sehen. Noch intensiver ist es, frisch gebackenes Brot zu riechen und zu fühlen. Doch all das ist nichts gegen das Erleben, in köstliches Brot hineinzubeißen und es zu genießen. Aber was ist das eigentlich: Brot?

BrotIn einem Buch steht darüber: Der zu backende Teig besteht aus Mehl, Salz, Wasser und Backhefe oder Sauerteig.

So einfach. So gut.

Allerdings kann mir beim Genießen auch noch viel mehr begegnen. Zum Beispiel: Konservierungsstoffe, Antioxidationsmittel,
Säuerungsmittel, Säureregulatoren, Trennmittel, Schaumverhüter, Füllstoffe, Emulgatoren, Schmelzsalze, Festigungsmittel, Geschmacksverstärker, Schaummittel, Geliermittel, Überzugsmittel, Gleitmittel, Feuchthaltemittel, modifizierte Stärken, Packgase, Treibgase, Backtriebmittel, Komplexbildner, Stabilisatoren, Verdickungsmittel, Kaumasse, Mehlbehandlungsmittel, Süßungsmittel, Farbstoffe, ...

Für jedes dieser Dinge gibt es gute oder zumindest gut klingende Gründe dafür, sie zuzusetzen. In vielen Fällen kann ich diese Gründe sogar nachvollziehen und verstehen. Und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los:

Weniger ist mehr und am liebsten das Original.

Ich lebe in einer christlichen Gemeinde. In so einer Gemeinde ist von Jesus zu hören und zu lesen. Noch intensiver ist es, ihn zu fühlen und zu erleben. Die Gemeinschaft mit ihm in Brüdern und Schwestern zu genießen. Aber was ist das eigentlich: Jesus?

In einem Buch steht über ihn:

Ich bin der Weg.
Ich bin der gute Hirte.
Ich bin der Weinstock.
Ich bin das Licht.
Oder eben auch: Ich bin das Brot.

So einfach. So gut.

Allerdings kann mir beim Miteinander von Christen auch noch viel mehr begegnen: Gottesdienstformen, Musik, Liturgien, Traditionen, Gebräuche, Gewohnheiten, Vorstellungen, Bezeichnungen, ...

Für jedes dieser Dinge gibt es gute oder zumindest gut klingende Gründe dafür, sie zuzusetzen. In vielen Fällen kann ich diese Gründe sogar nachvollziehen und verstehen. Und trotzdem werde ich das Gefühl nicht los:

Weniger ist mehr und am liebsten das Original.


Andreas Martz, Gemeinde Gera